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Der AI-Stack: von Hardware und Modellen bis RAG und UI
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- Phillip Pham
- @ddppham
Der AI-Stack: fünf Schichten, die zusammenpassen müssen
TL;DR
Ob Prototyp oder Unternehmenslösung: Ein Modell allein löst selten echte Probleme. Der Stack hat fünf Schichten — Infrastruktur (Hardware), Modell, Daten/RAG, Orchestrierung, Application. Jede Entscheidung wirkt auf Qualität, Geschwindigkeit, Kosten und Sicherheit.
Schicht 1: Infrastruktur
LLMs brauchen in der Regel AI-Hardware, vor allem GPUs. Drei Deployment-Wege:
| Option | Wann |
|---|---|
| On-Premise | Datenkontrolle, planbare Last, eigene GPUs |
| Cloud | Mieten, skalieren, Spitzen abfangen |
| Lokal (Laptop) | Kleine Modelle, Experimente — nicht jedes Notebook trägt jedes LLM |
Nicht jedes Modell läuft auf Standard-CPU-Servern. Die Hardware-Wahl begrenzt Modellgröße und Nutzerzahl — siehe Inference-Kosten und GPU-Server-Familien.
Schicht 2: Modelle
Drei Dimensionen der Wahl:
- Open vs. proprietary — Kontrolle und Hosting vs. API-Komfort
- Größe — Large Language Models vs. Small Language Models (leichter, spezialisierter)
- Spezialisierung — Reasoning, Tool Calling, Code, Sprache
Kataloge wie Hugging Face listen Millionen Varianten. Die richtige Wahl hängt von Hardware-Budget und Aufgabe ab — nicht vom Hype.
Schicht 3: Daten
Modelle haben einen Knowledge Cutoff. Domänenwissen (z. B. aktuelle Fachpapers) kommt über:
- Datenquellen und Pipelines (Pre-/Post-Processing)
- Embeddings und Vektordatenbanken
- RAG — Retrieval ergänzt den Prompt mit externem Kontext
Ohne Daten-Schicht halluziniert das System oder bleibt bei öffentlichen Trainingsdaten stehen. Praxis: RAG-Pipeline aufbauen.
Schicht 4: Orchestrierung
Komplexe Aufgaben sind selten „ein Prompt, eine Antwort". Orchestrierung zerlegt die Anfrage:
- Planen / Reasoning
- Tool- und Function-Calling
- Review und Feedback-Loops
Protokolle wie MCP und Agent-Architekturen entwickeln sich schnell. Hier sitzt oft der Unterschied zwischen Demo und produktivem System.
Schicht 5: Application
Am Ende steht ein Nutzer. Die Schicht umfasst:
- Interfaces: Text, Bild, Audio, Tabellen — nicht nur Chat
- Revisionen und Zitate: Ergebnisse prüfen und nachfragen
- Integrationen: Eingaben aus Fachtools, Ausgaben zurück in Workflows
Warum die Schichten zusammengehören
Eine Entscheidung in der Hardware begrenzt das Modell. Das Modell begrenzt, was RAG und Agents sinnvoll leisten. Schlechte Orchestrierung verschwendet teure GPU-Zeit. Eine schwache UI verhindert Adoption — egal wie gut der Server ist.
Die ehrliche Einordnung:
- Nicht alles selbst bauen — Managed-Schichten sind legitim, wenn klar ist, was man abgibt.
- Hardware zuerst dimensionieren — sonst scheitert das beste Modell am VRAM.
- Daten schlagen Modellgröße — für Fachaufgaben oft mehr als der nächste Parameter-Sprung.
- Orchestrierung reift schnell — Architektur anpassbar halten.
- UI ist Teil der Architektur — nicht „später das Frontend".
Häufige Fragen
Reicht „wir nehmen GPT und eine UI"?
Für Demos ja. Für Domänenwissen, Datenschutz und Kosten brauchen Sie Infrastruktur- und Daten-Entscheidungen bewusst.
On-Prem oder Cloud zuerst?
Viele starten hybrid: Cloud für Spitzen, On-Prem für sensible Dauerlast. Die Stack-Logik bleibt gleich.
Wo anfangen?
Mit Use Case und Daten — dann Modell und Hardware fit machen. Orientierung: KI-Plattform aufbauen.
Fazit
Der AI-Stack ist kein Buzzword, sondern eine Checkliste: Hardware, Modell, Daten, Orchestrierung, Application. Wer die Schichten kennt, trifft praktische Entscheidungen statt isolierter Tool-Käufe.
Wir helfen, den Stack für Ihren Use Case zuzuschneiden — von GPU-Dimensionierung bis RAG und Gateway.
Quellen & Weiterführende Links
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