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GPUs in Kubernetes: Nodes, Device-Plugins und Partitionierung
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- Phillip Pham
- @ddppham
GPUs in Kubernetes: AI-ready ohne Bankrott
TL;DR
AI-Modelle laufen auf GPUs — und Kubernetes verwaltet sie. Der Unterschied zu klassischen Workloads: Es geht nicht um CPU und Memory, sondern um Anzahl und Art der GPUs, exklusiv oder geteilt. Drei Schritte machen einen Cluster AI-ready: GPU-Node-Pool, Device-Plugins, Pods mit nvidia.com/gpu und Tolerations. Der Kostenhebel ist Partitionierung — mehrere Modelle auf einer teuren GPU statt eine GPU pro Modell.
Drei Schritte zur AI-Readiness
1. GPU-Node-Pool anlegen
Ein normaler Cluster hat zunächst keine GPU-Nodes. Sie legen einen Node-Pool mit Accelerator an — etwa NVIDIA A100, L40S oder was der Cloud-Provider anbietet. Jeder Provider hat eigene Accelerator-Typen; die Verfügbarkeit vorher prüfen.
2. Device-Plugins
Ohne Device-Plugin sind GPU-Nodes nutzlos — Pods bekommen keinen Zugriff auf die Hardware. Bei Managed Kubernetes (GKE, AKS, EKS) werden Plugins meist automatisch mit dem GPU-Pool installiert. Bei Eigenbetrieb muss der Stack manuell (oder per GPU Operator) aufgesetzt werden.
3. Pods die GPU zuweisen
Drei Manifest-Elemente entscheiden:
resources:
limits:
nvidia.com/gpu: "1"
tolerations:
- key: nvidia.com/gpu
operator: Exists
env:
- name: NVIDIA_DRIVER_CAPABILITIES
value: compute,utility
GPU-Nodes tragen typischerweise einen NoSchedule-Taint. Nur Pods mit passender Toleration landen dort — CPU-Workloads bleiben von teuren Nodes fern.
Das Praxisproblem: Das zweite Modell bleibt pending
Ein Ollama- oder vLLM-Deployment mit einer GPU läuft schnell. Das zweite Modell mit derselben Anforderung bleibt pending: „no available GPUs". Der Node hat nur eine GPU, beide Pods verlangen je eine.
Zwei Auswege:
| Option | Wann |
|---|---|
| Zweite GPU-Node | Modelle dauerhaft an der Kapazitätsgrenze |
| GPU-Partitionierung | GPUs oft unterausgelastet (der Normalfall) |
Partitionierung: der Kosten-Booster
Statt für jedes Modell eine eigene GPU zu kaufen, teilen Sie eine GPU in kleinere Einheiten — z. B. 1G.5GB (1/7 der Streaming-Multiprozessoren + 5 GB Memory). Eine A100 kann so in bis zu sieben Partitionen zerlegt werden: sieben Pods bzw. Modelle auf einer Karte.
Die ehrliche Warnung aus der Praxis: Partitionierungs-Größen sind provider- und GPU-spezifisch. Nicht auf Intuition verlassen — die Dokumentation des Providers lesen. Vertiefung zu MIG und Hardware-Sharing: GPU in Containern — CDI und DRA.
Weitere Kostenhebel
- Serverless (z. B. Knative): unbenutzte Modell-Pods auf 0 skalieren, bei Bedarf hochfahren
- Right-Sizing: genau die nötige Partition wählen, nicht „volle GPU aus Gewohnheit"
- Taints durchsetzen: sonst landen Web-Pods auf GPU-Nodes und verbrennen Budget
Die ehrliche Einordnung:
- GPU-Mangel ist real — ohne Sharing blockiert das zweite Modell.
- Partitionierung ist provider-spezifisch — keine Universalformel.
- Taints/Tolerations nicht vergessen — sonst falsche Placement-Kosten.
- Leerlauf ist teuer — Scaling und Monitoring einplanen.
- VRAM prüfen — nicht jedes Modell passt auf eine Partition; siehe VRAM-Rechner.
Häufige Fragen
Was ist ein Device-Plugin?
Es gibt Pods Zugriff auf Spezial-Hardware (GPUs). Bei Managed Kubernetes meist automatisch mit dem GPU-Pool.
Warum bleibt mein zweites Modell pending?
Weil nur eine volle GPU verfügbar ist und beide Pods je eine verlangen. Lösung: zweite Node oder Partitionierung.
Reicht das für Produktion?
Für den Einstieg ja. Für flexible Constraints, Multi-GPU-Typen und PCIe-Alignment brauchen Sie CDI und DRA.
Fazit
GPU-Management in Kubernetes ist der Hebel für bezahlbare AI im Betrieb: Nodes richtig anlegen, Plugins nutzen, Placement steuern — und teilen statt kaufen. Wer weiter skalieren will, kombiniert das mit AI at Scale (DRA, Inference Gateway) und der richtigen GPU-Server-Familie.
Wir beraten die passende GPU- und Partitionierungs-Strategie und betreiben den Cluster mit Auslastungs-Monitoring und Kostenkontrolle.
Quellen & Weiterführende Links
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